Zum Saisonbeginn häufen sich wieder die Beschwerden von einigen Anwohnern, die sich zum Teil auf Vereinbarungen berufen, die zwischen Fliegern und Anwohnern am "runden Tisch" oder auch im Lärmschutzbeirat erarbeitet wurden.

Im Laufe des Winters und der vergangenen Jahre sind einigen unter uns eventuell ein paar nachbarschaftliche Gesten ins Vergessen geraten, die am Boden eine große -in diesem Fall positive-  Wirkung hinterlassen, wenn man sie beherzigt.

Die besten Möglichkeiten zur Verbreitung kleiner Hilfsmaßnahmen haben unsere Fluglehrer und Prüfer!
Sie sind erfahren und können den Neulingen markante Punkte am besten erklären sowie zu überprüfenden Piloten die Erinnerungen daran auffrischen.

Da sind zum einen die Hinweistafeln an beiden Schwellen:
Beim Start in Richtung Osten hat man die "Kirche von Rott" als wunderbare Abflughilfe auf geradem Track (Kurs über Grund!) bis zum Golfplatz am Niederberg. Dort hilft ein "Roter Reiter" rechts unten am Ende der Grossenbuschstrasse, den richtigen "Dreh" nach rechts über der Waldlichtung (Golfplatz) in den Querabflug zu finden. Die Siedlung "Am Pleiser Wald" wird dann weniger stark beschallt.
(siehe Grafik unten)

Die Mittagsruhe von 13:00h bis 15:00h (siehe Landeplatz-Lärmschutz VO) gilt inzwischen für die wenigsten Flugzeugtypen, weil fast die ganze stationierte Flotte nach dem "Erhöhten Lärmschutz" zertifiziert ist und damit keiner zeitlichen Beschränkung im Flugbetrieb unterliegt. Das hindert uns aber nicht, bei der Planung von Platzrundenflügen -sei es als Lehrer, als Schüler oder als trainierender Lizenzinhaber- diese Zeiten zu meiden. Unsere Anwohner haben zwar die Reduzierung des Lärmpegels insgesamt bemerkt und würdigen dies auch mehrheitlich, aber ein Platzrundenflieger in der Mittagszeit bleibt ein zentraler Kritikpunkt, der dem Anwohner gerade am Wochenende nicht leicht zu erklären ist.

Apropos erklären: Die Mitarbeiter der Betreibergesellschaft sowie die örtliche und überörtliche Luftaufsicht nehmen nicht nur Beschwerdeanrufe aus der Bevölkerung entgegen. Wir verteidigen und rechtfertigen fliegerische Interessen auch in der Öffentlichkeit und in Gremien. Nicht selten werden wir zu Bürgerversammlungen gebeten und verteidigen dort den Status Quo unseres am schärfsten reglementierten Verkehrslandeplatzes in NRW. Auch deshalb betonen wir die Bitte um möglichst umweltverträgliches Fliegen am Platz.


Vor vielen Jahren wurden im Bereich Niederberg - Golfplatz - Pleiser Wald Markierungen aufgestellt. Diese grellroten Reiter sind gut zu erkennen und sollen als "Tor" zum Eindrehen in den Endanflug 29, bzw. als Abdrehpunkt in den Querabflug beim Start Richtung 11 genutzt werden Wer das beherzigt, reduziert die Lärmbeschwerden aus diesem Wohnbereich um mehr als die Hälfte! Appell an alle Fluglehrer: erinnert Eure Prüflinge und Schüler daran! Zeigt ihnen die "roten Reiter" und meidet den Überflug der Siedlung am Pleiser Wald.

Tatsächlich sollte übrigens zwischen den Reitern in den Endanflug gekurvt werden, wie rot-gestrichelt dargestellt! Die Motorleistung ist beim Anflug meist schon stark reduziert.

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Die Bürgervereine aus Geislar, Vilich und Müldorf sind sehr um eine Abänderung der Platzrundenführung bemüht. Die Flugplatzgesellschaft, die diesen Verlauf nicht bestimmen kann,
bittet alle Luftfahrer -und besonders Einweiser, Lehrer und Prüfer-
beim Ausflug aus der Platzrunde nicht über der Ortschaft Geislar zu steigen, sondern über die Siegaue in Richtung Nordbrücke und erst danach auf Kurs zu gehen, also auch, wenn man z.B. nach Süden oder Osten reisen möchte. Die Entlastung für die Ortschaften unterhalb der Platzrunde ist dabei nach deren eigenen Angaben deutlich spürbar.

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Beim Einflug in die Platzrunde:
vorher im Funk mithören und lärmbewusst handeln: viel Verkehr erfordert besonders umsichtiges Einordnen!
Abstände und Geschwindigkeit anpassen!
Drehzahl reduzieren, 2000 Rpm reichen bei fast allen unseren LFZ-Mustern aus, um einen sicheren und flüsterleisen Anflug zu garantieren.
Die "Rote Schule" in der Mitte des Gegenanfluges bietet eine gute Orientierungshilfe:
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Im Namen all derer, die sich an "runden Tischen", in Fraktionssitzungen der Kommunen und Städte sowie in Fachgremien für die Flieger einsetzen, Danke ich Euch für Euren aktiven Beitrag zur Verminderung unserer störenden Wirkung in der Nachbarschaft.